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Osteopathie ist eine eigenständige Wissenschaft. Sie wurde begründet vor über 120 Jahren vom amerikanischen Arzt Dr.Andrew Taylor Still. Dieser studierte sehr akribisch Anatomie und Physiologie des Menschen und kam zu dem Schluß, das der Körper lebenserhaltene Selbstregulationskräfte besitzt, die bei guter Beweglichkeit aller Strukturen im Körper voll zum Tragen kommen.
Die Grundlage dieser Selbstheilungskräfte liegen in einer guten arteriellen und venösen Durchblutung und gutem lymphatischen Abfluß. Gesteuert wird dies, durch das vegetative Nervensystem, das unmittelbar mit der Beweglichkeit eines Organs verbunden ist.
Bei all seinen Patienten gelang es A.T.Still zu bestimmten Erkrankungen bestimmte Einschränkungen im Gewebe zu ertasten. Diese löste er in der Therapie mit seinen Händen und behob die Krankheit.
A.T.Still definierte diese tastbaren Bewegungsverluste der verschiedenen Gewebe als Richtlinien für die Diagnose und Therapie.
In Amerika ist der Osteopath dem Arztberuf gleichgestellt. Europa ist davon weit entfernt. Hier hielt die Osteopathie ihren Einzug in England 1917, in Belgien 1950 und in Deutschland erst zum Ende der 1980er Jahre. Die Ausbildung in Deutschland erfolgt berufsbegleitend über 5 Jahre und dauert mindestens 1350 Stunden. Die Kosten belaufen sich auf ca. 12.000 EURO.
Gesetzliche Krankenkassen bezahlen die Osteopathiebehandlungen nicht. Private Kassen oder Zusatzversicherungen übernehmen je nach Tarif die Kosten.
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